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Das Leben ist wie auf einer weiten endlosen Straße mitten in der Wüste. Du weißt nicht, wann du endlich angekommen bist. Und du weißt erst recht nicht, was eigentlich dein Ziel ist. Man begegnet Menschen, die einen für einen gewissen Zeitraum begleiten. Verliert sie wieder. Mit oder ohne Grund. Ein einfacher Weg, der sich auf Ewigkeiten hinaus zieht.  Mit einem Mal stehst du da, und hast gar nichts, bis auf dein Gedankengut und deinen Leib. Wenn man sich im Leben verirrt und sich dabei verliert, ist es schwierig es wieder zu finden. Eventuell, weil die Erinnerungen schwinden. Vergessen und vergessen werden. Nur ein bisschen Gleichgültigkeit und nach kurzer Zeit ist es wirklich unwichtig. Der Glaube und die Ethik verschwinden. Wir stehen da, völlig alleine in der Masse. Sie rauschen an einem vorbei. Alle miteinander. Halte es für eine Sekunde an. Schau dich um, was machst du jetzt? Was fühlst du eigentlich, bis auf diese endlose Leere. Versuche dich zu erinnern. Wir werden eines Tages alle durchdrehen, weil wir nicht mehr fühlen, weil wir nicht mehr wissen, wie traurig wir innerlich sind. Ich drehe durch. Ich will verrückt sein. Ich will mich nicht unterbinden lassen. Ich brauche keine Zügel, die mich halten. In die Welt raus fliegen, ins Universum. Ziellos herumlungern. Keinen Grund zu haben, um weg zulaufen. Rennen und Rennen. Wir müssen doch wissen, was da ist. Nachher verpassen wir noch das größte.  Ich sehe so viele Menschen. Überall sind Menschen. Steige aus der S-Bahn, wie die Ratten. Sogar nachts begegnest du den merkwürdigsten Gestalten. Alles Menschen. Und denken wir nach, über sie, wenn wir sie ansehen? Wir beurteilen sie, bekommen einen ersten Eindruck. Fragen würden wir uns dabei nie, wie es diesem Menschen momentan geht. Es ist eine Herzlose, egoistische Welt. Wenn jeder an sich denkt, ist für alle gesorgt.

Ich mag verrückte Menschen, verrückte Gedanken, weil sie nicht verrückt sind. Einfach nur Wirklichkeit. Wenn sie alle stumm und einsam durch die Gegend laufen, haben sie auch merkwürdige, traurige Gedanken. Es sind nur die Menschen verrückt, die ehrlich genug sind, ihre Gedanken auszusprechen. Die wirklichen Sehnsüchte, Ängste vor der Menschlichkeit und Vorlieben. SO will ich doch der ganzen Welt mitteilen, wie verrückt ich bin. Verrückt nach Liebe, Gedankengut, Schmerz, Schauplätzen, Leben. Müde werde ich dabei nicht. Denn es wird nicht ohne unsere Zustimmung kommen, wir müssen die Gelegenheit packen und den Erfolg bejubeln. Wir müssen darauf einschlagen, um unser Gefühl kämpfen. Vorsicht ist nur eine Entschuldigung etwas nicht zu nutzen. Nun, verstehst du was ich brauche? Wir können nicht länger gefressen werden. Wir  sind wandelnde Leichen, deren Sinne langsam aufgefressen werden. Aufstehen und ehrlich zu dir selbst sein. Das müssen wir schaffen, um wirklich zu leben.

 


7.4.10 21:56
 


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